Was erwartet Sie in der Hypnotherapie bei Kurswechsel?

 

Hypnose (Hypnos heisst auf Griechisch nichts anderes als Schlaf) ist ein sehr altes Verfahren, das schon von den alten Ägyptern und Sumerern praktiziert wurde. Das Wort "Schlaf" trifft jedoch nur zum Teil zu, da der Körper zwar in einer sehr angenehmen Tiefenentspannung "schläft", der Geist hingegen, das Unbewusste, umso wacher und klarer ist. Die Therapeutin kommuniziert mit dem Unbewussten des Klienten. Zu diesem Zweck wird der Klient in Trance versetzt, das heisst, der Körper und das Tagesbewusstsein werden durch die Tiefenentspannung einen angenehmen "Schlaf" erleben. Tagesbewusstsein meint unser normales Wachbewusstsein, welches unser Handeln plant und unseren Alltag organisiert. Damit wir während der Hypnosesitzung dann eben nicht an den nächsten Geschäftstermin oder den Einkaufszettel denken müssen, sondern uns auf unser Thema (Problemlösung, Ziel) konzentrieren können und auch unsere Gefühle nicht zensiert werden, tritt das Wachbewusstsein in den Hintergrund und das Unbewusste darf sich zeigen.

 

In der Hypnose können sich überraschende Bilder, verschollene Erinnerungen, Symbole oder Körpersensationen einstellen. Diese können als Grundlage dienen, um weiterzuarbeiten und bieten die Möglichkeit, an (Körper-)Symptomen zu arbeiten, deren Ursachen zu erforschen und so den Weg zur persönlichen Weiterentwicklung zu ebnen. Ebenso können negative Erlebnisse so verarbeitet werden, dass sie unsere Gegenwart und Zukunft nicht mehr beeinträchtigen, sondern zu hilfreichen Erfahrungen werden.

 

Wichtig ist dabei, dass die Kontrolle immer beim Klienten bleibt. Sie als Klient sind jederzeit in der Lage, eine Sitzung gegebenenfalls zu unterbrechen und können sich in der Regel auch an das Geschehen in der Hypnose erinnern. Die therapeutische Hypnose unterscheidet sich diesbezüglich stark von der Showhypnose, wo der Eindruck von Amnesie (Gedächtnisverlust) und Manipulation vermittelt wird. Diese mag auf amüsante Art unterhalten, hat jedoch mit Hypnotherapie kaum Gemeinsamkeiten. 

 

Die Hypnotherapie ist eine Methode, deren Wirksamkeit auf zahlreichen Gebieten wissenschaftlich nachgewiesen ist. Eine beeindruckende Sammlung von wissenschaftlichen Studien auf den verschiedenen Gebieten der Hypose, wie zum Beispiel bei Allergien, Herzkrankheiten, Zahnmedizin, Schlafstörungen und leichten Depressionen findet sich bei H.-C. Kossak (2004) Hypnose. Lehrbuch für Psychotherapeuten und Aerzte. Beltz PVU Verlag.


Eignet sich Hypnotherapie auch für Sie?

Praktisch jede Person ist hypnotisierbar. Im Alltag befinden wir uns oft in leichter Trance, auch wenn uns dieser Zustand nicht als Hypnose geläufig ist. Zum Beispiel führt das Autofahren auf monotonen Strecken auf der Autobahn zu tranceartigen Zuständen, da das Fokussieren auf die Fahrbahn und das Verkehrsgeschehen einerseits und die Eintönigkeit andererseits die Hypnose fördern. Auch bei vielen Entspannungsverfahren und asiatischen Versenkungstechniken wie Autogenem Training, Yoga und Meditation spielen hpynotische Phänomene eine Rolle. Fazit: Viele Menschen haben schon eine Hypnose erlebt, ohne sie so zu benennen.

 

Jeder Mensch, der bereit ist, sich zu entspannen und auf den Prozess, der durch die Hypnose ausgelöst wird, einzulassen, kann von diesem Verfahren profitieren. Ganz wichtig ist dabei: Die Kontrolle liegt jederzeit bei Ihnen als Klient oder Klientin. Sie können während der Behandlungssitzung jederzeit sagen, wenn Sie die Sitzung unterbrechen möchten oder nicht mehr bereit sind, an einem bestimmten Punkt weiterzumachen. Die allermeisten Klienten sind übrigens in der Lage, sich an das Erlebte und Gesagte während der Trance zu erinnern und darüber zu sprechen.

 

Nach der Einleitung der Hypnose, während der sich der Klient in Tiefenentspannung befindet, findet eine therapeutische Intervention statt, die sich aus dem jeweiligen Thema, den Zielen oder Problemen des Klienten ergibt. Im Unterschied zu einer herkömmlichen Gesprächstherapie oder psychologischen Beratung findet die Intervention im Zustand der Tiefenentspannung statt - und im Unterschied zum Autogenen Training oder der Meditation, die ebenfalls mit tranceähnlichen Elementen arbeiten, wirkt nicht nur die Tiefenentspannung positiv auf Körper und Seele, sondern auch die gezielte therapeutische Intervention.